Allgemein
Artikel 6: »(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.«
Landesverfassung Baden-Württemberg
Artikel 1 Abs. (1): »Der Mensch ist berufen, in der ihn umgebenden Gemeinschaft seine Gaben in Freiheit und in der Erfüllung des christlichen Sittengesetzes zu seinem und der anderen Wohl zu entfalten. (2) Der Staat hat die Aufgabe, den Menschen hierbei zu dienen.«
Artikel 2 Abs. (2): »Die im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland festgelegten Grundrechte und staatsbürgerlichen Rechte sind Bestandteil dieser Verfassung und unmittel-bar geltendes Recht.«
Artikel 2a: »Kinder und Jugendliche haben als eigenständige Persönlichkeiten ein Recht auf Achtung ihrer Würde, auf gewaltfreie Erziehung und auf besonderen Schutz.«
Artikel 13: »Kinder und Jugendliche sind gegen Ausbeutung, Vernachlässigung und gegen sitt-liche, geistige, körperliche und seelische Gefährdung zu schützen. (…).«
Artikel 15 Abs. (3): »Das natürliche Recht der Eltern, die Erziehung und Bildung ihrer Kinder mitzubestimmen, muss bei der Gestaltung des Erziehungs- und Schulwesens berücksichtigt werden.«
Schule
Schulgesetz für Baden-Württemberg (SchG)
§ 1 (2): »Die Schule hat den in der Landesverfassung verankerten Erziehungs- und Bildungs-auftrag zu verwirklichen. (…). Bei der Erfüllung ihres Auftrags hat die Schule das verfas-sungsmäßige Recht der Eltern, die Erziehung und Bildung ihrer Kinder mitzubestim-men, zu achten und die Verantwortung der übrigen Träger der Erziehung und Bildung zu be-rücksichtigen.«
§ 38 (2): »Lehrkräfte an öffentlichen Schulen nach § 2 Abs. 1 dürfen in der Schule keine po-litischen, religiösen, weltanschaulichen oder ähnliche äußeren Bekundungen abgeben, die geeignet sind, die Neutralität des Landes gegenüber Schülern und Eltern oder den politischen, religiösen oder weltanschaulichen Schulfrieden zu gefährden oder zu stören. (…) (6) Die Lehrkräfte tragen im Rahmen der in Grundgesetz, Verfassung des Landes Baden-Württemberg und §1 dieses Gesetzes niedergelegten Erziehungsziele und der Bil-dungspläne sowie der übrigen für sie geltenden Vorschriften und Anordnungen die unmittel-bare pädagogische Verantwortung für die Erziehung und Bildung der Schüler.«
§ 100b: »(1) Unbeschadet des natürlichen Erziehungsrechts der Eltern gehört Familien- und Geschlechtserziehung zum Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule. Sie wird unter Wah-rung der Toleranz für unterschiedliche Wertauffassungen fächerübergreifend durchgeführt. (2) Ziel der Familien- und Geschlechtserziehung ist es, die Schüler altersgemäß mit den biolo-gischen, ethischen, kulturellen und sozialen Tatsachen und Bezügen der Geschlechtlichkeit des Menschen vertraut zu machen. Die Familien- und Geschlechtserziehung soll das Bewußt-sein für eine persönliche Intimsphäre und für partnerschaftliches Verhalten in persönlichen Beziehungen und insbesondere in Ehe und Familie entwickeln und fördern. (3) Die Erzie-hungsberechtigten sind zuvor über Ziel, Inhalt und Form der Geschlechtserziehung sowie über die hierbei verwendeten Lehr- und Lernmittel zu informieren. (4) Das Kultusministerium erläßt Richtlinien über die Familien- und Geschlechtserziehung in den einzelnen Schularten und Klassen.«
Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV)
Familien- und Geschlechtserziehung
Kindertagesstätten
Sozialgesetzbuch (SGB) – Achtes Buch – Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
§ 22 (2): »Tageseinrichtungen für Kinder und Kindertagespflege sollen (…) 2. die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen, 3. den Eltern dabei helfen, Erwerbstätig-keit, Kindererziehung und familiäre Pflege besser miteinander vereinbaren zu können. Hierzu sollen sie die Erziehungsberechtigten einbeziehen (…).«
§ 22 (3): »Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische Herkunft berücksichtigen.«
§ 22a (1): »Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Qualität der Förderung in ihren Einrichtungen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen und weiterentwickeln. Dazu gehören die Entwicklung und der Einsatz einer pädagogischen Konzeption als Grundlage für die Erfüllung des Förderungsauftrags sowie der Einsatz von Instrumenten und Verfahren zur Evaluation der Arbeit in den Einrichtungen.«
§ 22a (2): »Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen sicherstellen, dass die Fachkräfte in ihren Einrichtungen zusammenarbeiten 1. mit den Erziehungsberechtigten und Kinderta-gespflegepersonen zum Wohl der Kinder und zur Sicherung der Kontinuität des Erziehungs-prozesses, (…). Die Erziehungsberechtigten sind an den Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Erziehung, Bildung und Betreuung zu beteiligen.«
§ 22a (3): »Das Angebot soll sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren. (…).«
§ 2 (1): »Die Tageseinrichtungen im Sinne von § 1 Abs. 2 bis 4 und 6 sowie die Tagespflege-personen im Sinne von § 1 Abs. 7 sollen die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverant-wortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern, die Erziehung und Bildung des Kindes in der Familie unterstützen und ergänzen und zur besseren Vereinbarkeit von Er-werbstätigkeit und Kindererziehung beitragen. Diese Aufgaben umfassen die Erziehung, Bil-dung und Betreuung des Kindes nach § 22 Abs. 3 SGB VIII zur Förderung seiner Gesamtent-wicklung.«
Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergi-schen Kindergärten
2.6. Zusammenarbeit mit Partnern: Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten (S. 23)
3. Merkmale eines »guten« Kindergartens: Qualitätsentwicklung/Qualitätssicherung (S. 24)
3.1. Bildungs- und Entwicklungsfeld: Körper (S. 28ff.)
vgl. auch Suchbegriffe »Sexualität«, »Körper«, »Sinne«
Information zum Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergärten und weiteren Kindertageseinrichtungen (als PDF)
Sonstiges
Aktionsplan Akzeptanz und gleiche Rechte Baden Württemberg (16.6.2015)