Allgemein

Grundgesetz

Artikel 6 Abs. (2): »Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Ge-meinschaft.«

Landesverfassung Nordrhein-Westfalen

Artikel 6 Abs. (2): »Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Entwicklung und Entfaltung ihrer Persönlich­keit, auf gewaltfreie Erziehung und den Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Ausbeutung. Staat und Gesellschaft schützen sie vor Gefahren für ihr körperliches, gei-stiges und seelisches Wohl. Sie achten und sichern ihre Rechte, tragen für altersgerechte Lebens­bedingungen Sorge und fördern sie nach ihren Anlagen und Fähigkeiten.«

Artikel 8 Abs. (1): »(…) Das natürliche Recht der Eltern, die Erziehung und Bildung ihrer Kinder zu be­stimmen, bildet die Grundlage des Erziehungs- und Schulwesens.«

Schule

Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen

§ 2: »(3) Die Schule achtet das Erziehungsrecht der Eltern. Schule und Eltern wirken bei der Verwirklichung der Bildungs- und Erziehungsziele partnerschaftlich zusammen.«

§ 2: »(7) Die Schule (…) wahrt Offenheit und Toleranz gegenüber den unterschiedlichen reli­giösen, weltanschaulichen und politischen Überzeugungen. (…) Schülerinnen und Schü­ler dür­fen nicht ein­seitig beeinflusst werden.«

§ 33: »(1) Die fächerübergreifende schulische Sexualerziehung ergänzt die Sexualerziehung durch die Eltern. Ihr Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler alters- und entwicklungsgemäß mit den biologischen, ethischen, sozialen und kulturellen Fragen der Sexualität vertraut zu ma­chen und ihnen zu helfen, ihr Leben bewusst und in freier Entscheidung sowie in Verant-wor­tung sich und anderen gegenüber zu gestalten. Sie soll junge Menschen unterstützen, in Fragen der Sexualität eigene Wertvorstellungen zu entwickeln und sie zu einem selbstbe-stimmten und selbstbewussten Umgang mit der eigenen Sexualität zu befähigen. (…). Die Sexualerziehung dient der Förderung der Akzeptanz unter allen Menschen unab­hängig von ihrer sexuellen Orientierung und Identität und den damit verbundenen Beziehungen und Lebens­weisen.«

§ 33 (2): »Die Eltern sind über Ziel, Inhalt, Methoden und Medien der Sexualerziehung recht­zeitig zu informieren

§ 43 (4): »Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann Schülerinnen und Schüler auf Antrag der Eltern aus wichtigem Grund (…) von der Teilnahme an einzelnen Unterrichts- oder Schulver-anstaltungen befreien

§ 44 (3): »Die Eltern können nach Absprache mit den Lehrerinnen und Lehrern an einzelnen Unterrichtsstunden und an Schulveranstaltungen teilnehmen (…).«

Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10

Gendersensible Bildung / Richtlinien für die Sexualerziehung

Kindertagesstätten

Sozialgesetzbuch (SGB) – Achtes Buch – Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)

§ 22: »(2) Tageseinrichtungen für Kinder und Kindertagespflege sollen (…) 2. die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen, 3. den Eltern dabei helfen, Erwerbstätig-keit, Kindererziehung und familiäre Pflege besser miteinander vereinbaren zu können. Hierzu sollen sie die Erziehungsberechtigten einbeziehen (…).«

§ 22: »(3) Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische Herkunft berücksichtigen.«

§ 22a: »(1) Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Qualität der Förderung in ihren Einrichtungen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen und weiterentwickeln. Dazu gehören die Entwicklung und der Einsatz einer pädagogischen Konzeption als Grundlage für die Erfüllung des Förderungsauftrags sowie der Einsatz von Instrumenten und Verfahren zur Evaluation der Arbeit in den Einrichtungen.«

§ 22a: »(2) Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen sicherstellen, dass die Fach­kräfte in ihren Einrichtungen zusammenarbeiten 1. mit den Erziehungsberechtigten und Kinderta-gespflegepersonen zum Wohl der Kin­der und zur Sicherung der Kontinuität des Erziehungs-prozesses, (…). Die Erziehungsberechtigten sind an den Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Erziehung, Bildung und Betreuung zu beteiligen

§ 22a: »(3) Das Angebot soll sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren. (…).«

Gesetz zur frühen Bildung und Entwicklung von Kindern (Kinderbildungsgesetz – KiBiz)

§ 2 (1): »Jedes Kind hat einen Anspruch auf Bildung und auf Förderung seiner Persönlichkeit. Seine Erziehung liegt in der vorrangigen Verantwortung seiner Eltern. Die Familie ist der erste und bleibt ein wichtiger Lern- und Bildungsort des Kindes. Die Bildungs- und Erzie­hungs­arbeit in den Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege ergänzt die Förderung des Kin­des in der Familie und steht damit in der Kontinuität des kindlichen Bildungspro-zesses. Sie orientiert sich am Wohl des Kindes. Ziel ist es, jedes Kind individuell zu fördern.«

§ 2 (2): »Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege haben einen eigenständigen Bil­dungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag.«

§ 2 (3): »Die Förderung des Kindes in der Entwicklung seiner Persönlichkeit und die Beratung und Information der Eltern insbesondere in Fragen der Bildung und Erziehung sind Kernauf­gaben der Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege. Das pädagogische Personal in den Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegepersonen haben den Bil­dungs- und Erzie­hungsauftrag im regelmäßigen Dialog mit den Eltern durchzuführen und deren erzieheri­sche Entscheidungen zu achten

§ 9 (1): »Das Personal der Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegepersonen arbeiten mit 1den Eltern bei der Förderung der Kinder partnerschaftlich und vertrauens­voll zusammen. (…)«

§ 15 (1): »(…). Bil­dung wirkt darauf hin, die Entwicklung des Kindes zu einer eigenständigen Persönlichkeit und den Erwerb seiner sozialen Kompetenz unter Beachtung der in Artikel 6 und 7 der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen genannten Grundsätze zu fördern.«

§ 15 (2): »Die Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege gestalten ihre Bildungsan­gebote so, dass die individuellen Belange und die unterschiedlichen Lebenslagen der Kin­der und ihrer Familien Berücksichtigung finden. (…).«

§ 15 (3): »(…) Wesentlicher Ausgangspunkt für die Gestaltung der pädago­gi­schen Arbeit sind die Stärken, Interessen und Bedürfnisse des Kindes.«

§ 17 (1): »Die Tageseinrichtungen und die Kindertagespflege führen die Bildung, Erzie­hung und Be­treuung nach einer eigenen pädagogischen Konzeption durch. Diese Kon-zeption muss Ausfüh­rungen zur Eingewöhnungsphase, zur Bildungsförderung, ins­be­son­dere zur sprachlichen und motorischen Förderung, zur Sicherung der Rechte der Kinder, zu Maß-nahmen der Qualitätsent­wicklung und -sicherung und zur Erziehungspartnerschaft mit den Eltern ent­halten.«

Frühe Bildung, Erziehung und Betreuung von Anfang an

Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10

Aktionspläne

Impulse 2020 – für queeres Leben in NRW

»Dabei geht es im Rahmen der »Impulse 2020« einerseits um formelle Bildung in Kita, Schule, Ausbildung, Wissenschaft sowie Weiterbildung. So wird unter anderem im Impuls-Cluster »Informiert Sein« festgehalten, dass LSBTIQ* Bildung in Schule, Jugendarbeit und Forschung verankert werden sollte.« (pdf, S. 20)

»Mit dem landesweiten Netzwerk SCHLAU NRW fördert das Land ein Bildungs- und Antidis-kriminierungsprojekt, das mit 20 lokalen Projekten und über 250 Teamenden in Schulen, der Jugendarbeit und auch in der Arbeitswelt insbesondere für Jugendliche in Form von Gesprächen gesellschaftliche Vielfalt sichtbar macht. (…) SCHLAU NRW ist ein Kooperations-projekt des Schulprojekts »Schule der Vielfalt« und unterstützt Schulen dabei, eine offene und vielfältige Schulkultur zu entwickeln. Schulen der Vielfalt zeigen offen nach außen, dass sie keine Homo- und Transfeindlichkeit dulden, sondern einen wertschätzenden Umgang mit Vielfalt innerhalb der Schule pflegen. Dazu gehören selbstverständlich Jugendliche genauso wie Lehrkräfte.« (pdf, S. 21)

Studie zu Lebenslagen von und Erfahrungen von LSBTIQ* in NRW (2023)

Die Ergebnisse stehen noch aus.